Inhalt
Teil I · Warum Sie gefragt werden
- 1Drei Gesetze, ein MechanismusIhr Kunde muss seine Lieferkette beherrschen. Er kann das nur, wenn Sie antworten. Deshalb liegt der Fragebogen auf Ihrem Tisch.
- 2Ob Sie selbst erfasst sind — ein WegweiserWelche Fragen Sie sich stellen müssen, wo die Antwort steht, und wann in Österreich die Fragebögen kommen. Keine Ja-Nein-Prüfung.
- 3Wenn Ihr Kunde ein Finanzunternehmen istDORA macht jeden IT-Dienstleister einer Bank oder Versicherung zum „IKT-Drittdienstleister“ — und legt dem Kunden Pflichten auf, die er an Sie weiterreicht.
- 4Wenn Ihr Kunde Produkte mit digitalen Elementen herstelltDer Cyber Resilience Act trifft Hersteller. Wer nur nutzt, ist nicht erfasst — aber wer Bauteile, Software oder Geräte an einen Hersteller liefert, wird von ihm gefragt.
Teil II · Was gefragt wird
- 5Der Fragebogen: vierzehn Themen, die wiederkehrenEs gibt keinen amtlichen Musterfragebogen. Was Kunden verschicken, ist aus Normen, Versichererbedingungen, Prüfschemata und den Vertragsanforderungen der Gesetze zusammengesetzt — und lässt sich auf vierzehn Themen zurückführen.
- 6Die Vertragsklauseln: acht nach der Durchführungsverordnung, neun plus sechs nach DORADie einzigen amtlichen Texte, die sagen, was ein Großkunde in den Vertrag mit seinem Lieferanten schreiben soll — und damit die beste Vorschau auf das, was Ihnen vorgelegt wird.
- 7Die Nachweise: was verlangt wird, was ein kleiner Betrieb leisten kannZertifikat, Label, Selbstdeklaration, Prüfbericht, Versicherungsbestätigung — welche Form welchen Zweck erfüllt, und warum keine davon eine Rechtspflicht des Zulieferers erfüllt, weil es keine gibt.
- 8Die Register Ihres KundenWarum Ihr Kunde Ihre Stammdaten, Ihre Kontaktstelle und Ihre Unterauftragnehmer braucht — für Verzeichnisse, die das Gesetz von ihm verlangt.
Teil III · Was eine brauchbare Antwort ist, und was Sie vorher aufschreiben
- 9Drei AntwortstufenHaben wir, mit Anlage. Teilweise, bis wann. Nicht anwendbar, weil. Warum ein „ja“ ohne Grundlage teurer ist als ein ehrliches „noch nicht“ — und wie eine Selbstauskunft aufgebaut ist, die beides trägt.
- 10Das Minimum, das jede Antwort trägtZuständigkeiten, Meldeweg, Sicherung, Zugang, Updates — fünf Blätter, die ein Betrieb ohne IT-Abteilung selbst erstellen kann und die die Hälfte jedes Fragebogens beantworten.
- 11Schulung, Personal, Unterauftragnehmer, Standorte, BeendigungDie Fragen, die nach innen zeigen — was der Kunde von Ihren Leuten, Ihren Lieferanten, Ihren Standorten und Ihrem Vertragsende wissen will.
- 12Was zu verhandeln ist — und wann „nicht anwendbar“ die richtige Antwort istPrüfrechte, Haftung für Unterauftragnehmer, Meldefristen, Zuverlässigkeitsprüfungen, Versicherung — als Verhandlungspunkte, nicht als Rechtsrat. Und wo anwaltliche Prüfung hingehört.
Teil IV · Anhang
- 13SelbstbewertungZwanzig Aussagen in fünf Handlungsfeldern. Die Bewertung zeigt, welche Antworten Sie heute geben können und welche Anlagen noch fehlen. Bearbeitungsdauer etwa fünfzehn Minuten.
- 14UnsicherheitenWas für dieses Handbuch nicht gelesen, nicht belegt oder nicht geklärt werden konnte — mit Grund und mit dem Datum, an dem zuletzt gesucht wurde. Nichts davon ist stillschweigend geglättet.
- 15GlossarBegriffe, die dieses Handbuch verwendet und die Band 1 nicht erklärt. Rechtsbegriffe tragen die Fundstelle ihrer Begriffsbestimmung.
- 16QuellenverzeichnisAufgeführt sind ausschließlich Quellen, die für dieses Handbuch eingesehen wurden — mit dem Zugangsweg, über den sie gelesen werden konnten. Sekundärquellen tragen keine Rechtsaussage allein.